Die Aufbauten

Hier nun die ersten Bilder vom Aufbau. Beginnend beim Heck, wird nun Stück für Stück nach vorne erstellt. Zuerst wird die obere Heckwand gestellt und dann gleich die beiden Seitenwände dazu und das zuvor ausgeschnittene Deck oben drauf. Das sieht dann so aus:

Heckaufbau
Der Küchenbereich

Doch auch der Rumpf muss noch bearbeitet werden. So sind die Schweissnähte innen anzubringen und die Halterungen für Ruder und Steuerung müssen montiert werden.
Und dann geht es weiter mit den ersten 2 Metern vom Aufenthaltsraum. Bevor jedoch die Wände  gestellt werden können, ist einige Vorarbeit notwendig. So sind die Wände erst mal auszuschneiden, die Verstärkungenprofile anzubringen, die Festerrahmen zu fertigen und einzubauen und dann auf schönes Wetter warten. Denn mind. 2 Tage ohne Niederschlag braucht es schon, bis die Montage dann abgeschlossen ist. Das war dann im Juli der Fall und Ende August sind dann die weiteren 2m des Raumes montiert worden. Und dazwischen sind noch die Seitenteile mit den Treppen, welche auf das Deck der Küche führen eingebaut worden.

Aufenthalt BB
Der Aufbau der Wand vom Aufenthaltsraum Backbord

Und noch bevor das Deck über den ersten 2m platziert wurde, musste auch noch der Motor eingebracht werden. Dieser wiegt immerhin 380kg und dazu braucht man den Kran.

Motor
Der montierte Motor, im kleinen Bild die Antriebswelle. Und es hat alles gepasst!

Der Aufwand, um das Schiff jeweils wieder abzudecken ist doch schon recht gross. Also wird bis zur nächsten Etappe möglichst im Innern gearbeitet resp. die notwendigen Teile gut vortbereitet, damit dann wieder ein Stück weiter fertig wird.

Abdeckung
Die ersten 6m Aufbau sind montiert und abgedeckt. Im  roten Dreieck des Krans ist gut die Schweissnaht der Treppe zum hinteren Teil zu sehen.

Vorne
Der vordere Aufbau ist auch fertig. Die Frontfenster sind absichtlich nach aussen geneigt, damit bei Regen die Scheiben nicht so schnell nass werden.

Frontbereich
Das grosse Fenster im vorderen Bereich ist über den Betten.

Innen nach Vorne
Und so sieht es im Innern aus, Blick zum Bug. Das Bugstrahlrohr im vorderen Bereich. Übrigens, wer sich an das Bild vom Rumpf mit dem Bugstrahlrohr beim Drehen erinnert, wird bemerken, dass hier was anders ist. Richtig, das Bugstrahlrohr habe ich ersetzt, weil die erste Lösung nicht überzeugte.

Innen nach Vorne
Und so der Blick zum Heck. So langsam sieht man die Grösse im Innern des Schiffes.

Jetze müssen noch diverse Arbeiten erledigt werden wie Durchbrüche, Rohrgarnierung, Relinghalterungen, Rumpfverstärungen im vorderen Bereich und so weiter. Sind dann mal alle Arbeiten am Stahlbau erledigt, werden Kesselweise Farbe auf das Schiff gebracht. Doch dazu später mehr.

Die Detailplanung des Innenausbaues ist inzwischen auch abgeschlossen. Dazu kommt auch die Berechnung des Schwerpunktes. Dieser sollte ja schlussendlich genau dort sein, wo auch der Schwerpunkt der Verdrängung liegt, sonst liegt das Schiff schief im Wasser. Aufgrund dieser Nachberechnungen muss der Schwerpunkt nach vorne korrigiert werden. Das sind immerhin 800kg Bleiballast.

Bleirecycling
Der Haufen aus Kabelresten, alles Blei.

Bleischmelze
Die Bleischmelzpfanne mit einem beim Kochen verwendeten Starkbrenner. Die Pfanne kann nur halb gefüllt werden, sonst wird das Ding zu schwer!

Ballast
Hier ist nun der ganze Haufen Blei eingegossen. Hat eine ganze Woche gedauert, bis alles eingeschmolzen war.

Rumpfverstärkung Vorne
Auch der Rumpf im vorderen Teil musste noch die Verstärkungen bekommen, sieht gleich aus wie im hinteren Teil.
Und nun hier noch einige Detailaufnahmen, welche viel Zeit beanspruchten.

Klüsenring
Die Klüsenringe sind aus Inox um zu verhindern, dass das Tau die Farbe abscheuert. Dahinter ist der Poller zu sehen.

Poller
So sieht der Poller aus.

Scheuerleistenschrauben
Die Schrauben zur Befestigung der Scheuerleiste, rund 50 Stück  braucht es, Gewinde M10.

Trittschutz
Hier noch ein Bild vom Trittschutz. Auch hier die Idee, die Farbe zu schützen, wenn man aufs Schiff tritt. Einfach ein Rohr halbiert und aufgeklebt. Links davon sieht man einen von über 50 Relinghalterungen. Das kurze Rohrstück ist aufgeschweisst und der Inox-Bolzen eingeleimt. Das Bohren der Gewindelöcher in den Bolzen hat einige Nerven und mehrere Bohrer gekostet, denn das Material ist sehr zäh!

Der Stahlbau am Schiff ist nun abgeschlossen. Jetzt wird das Schiff präpariert, sodass man die Aussenhülle malen kann.

Schutzplanen
Damit sich der Staub vom Sandstrahlen und der Farbnebel nicht auf benachbarte Autos absetzt, ist das Schiff "eingepackt" worden.

Maler Meier
Maler Meier, der Nachbar, beim Sandstrahlen des Schiffes. Astronautische Kleidung, um sich vor dem harten Sand zu schützen. Zuerst wird  nur der obere Teil, welcher nachher in Weiss gemalt wird, bearbeitet. Nach rund 3 Stunden und 25 Säcken zu 25kg  ist die Arbeit fertig.

Sandgestrahlt
Und so sieht das Blech nachher aus. Der Rost ist weg und die Oberfläche aufgeraut, damit hält die Farbe sehr gut. Man sieht es nicht so deutlich, aber alle Inox-Teile sind abgeklebt, diese sollen ja nachher blank bleiben. Nun werden zuerst 4 Grundierungen aufgetragen in der Reihenfolge  schwarz, weiss, grau und weiss (damit man besser erkennt, wo ist schon neue Farbe aufgetragen). Nachher folgen noch 2 Deckfarben in weiss. Da sind dann schon über 100 Liter Farbe verbraucht. Mit Pinsel und Roller ist man ewig am Werk, deshalb wird die Farbe Airless aufgespritzt. Das bei einem Druck von 150bar. Diese Fläche benötigt etwa 2 Stunden. Nachher kommt dann allerdings noch das Nachbessern überall dort, wo man noch zu wenig Farbe vorfindet, das dauert dann gleich nochmals so lange. Und dazwischen sollte man warten, bis die Farbe getrocknet ist, was allerdings bei den Temperaturen über 20 Grad nach wenigen Stunden der Fall ist.

Tja und wenn dann auch der untere Teil grundiert ist, kann der Überwasserbereich auch fertig gemalt werden. Und dann sieht das so aus:

Bugansicht gemalt
Die Bugansicht und auch gleich auch die Heckansicht.

Bugansicht gemalt
Noch ist der Unterwasserteil nur 1mal grundiert. Jetzt geht es weiter mit malen, einerseits der Unterwasserteil und dann noch viel aufwändiger der Innenraum.

Freude herrscht
Man sieht, dass der Erbauer Freude hat am erreichten Etappenziel!

Weiter geht es dann mit der Rubrik Innenausbau